E-Zigarette explodiert – Können Sie noch darauf vertrauen?

Viele Raucher überlegen sich endgültig, dem qualmenden Zigarettenrauch zu entgehen. Dennoch ist eine vollständige Tabakentwöhnung für die meisten vorerst undenkbar, denn die Sucht ist einfach zu groß. Hier kann eine E-Zigarette Abhilfe schaffen. Nach Meinung der Briten sind elektrische Zigaretten sogar um 95% unbedenklicher, als die Tabakvariante.

Die Meldungen über explodierte E-Zigaretten, die in den letzten Jahren und Monaten für Furore sorgten, schrecken dabei jedoch eher ab, auf das Dampfen umzusteigen.

e-zigarette-explodiertEine explodierende E-Zigarette kann durchaus schlimmere Schäden nach sich ziehen. Einer der schlimmsten Fälle endete mit einem Genickbruch und Koma. In anderen Fällen waren es mittlere bis leichtere Verbrennungen. Hinzu kommen noch starke Verletzungen sowohl im Gesicht als auch im Mundraum. Bis jetzt ist durch die Nutzung bzw. durch die Explosion einer E-Zigarette noch kein Todesopfer bekannt, wenn man den Medienberichten Vertrauen schenken darf.

Aber man darf dabei auch nicht vergessen, dass sich die Anzahl der E-Zigaretten Vorfälle, im Gegensatz zu den Millionen Rauchern von Tabakzigaretten, in einem sehr geringen Maße verhält. Alleine die Anzahl der Krebspatienten, die jährlich ausgelöst durch das Qualmen ihr Leben lassen, ist erschreckend.

Dennoch stehen elektronische Zigaretten nach wie vor in einem sehr schlechten Licht und werden als äußerst gefährlich eingestuft. Man muss jedoch die genauen Hintergründe betrachten, was denn nun wirklich Ursachen für die Explosion einer E-Zigarette ist.

Manipulation des Geräts ist meist schuld!

Nachdem eine E Zigarette explodiert ist, stellt sich oft heraus, dass der Benutzer an dem Gerät gebastelt hat. Bei einem Fall, der sich im November 2016 ereignete, als die Hose eines Ladenbesitzers plötzlich Feuer fing, war die Ursache Manipulation.

Der Dampfer hatte statt eines handelsüblichen Akkus, zwei kleinere Akkus hintereinander in Reihe geschaltet. Diese befanden sich in sogenannten „Tube-Mods“. Dabei handelt es sich um nicht standardisierte Akkuträger, ohne Entgasungslöcher. Der Grund, weshalb Dampfer sich derartigen Geräten widmen, liegt vor allem daran, dass dadurch enorm hohe Dampfentwicklungen realisiert werden können.

Durch die hohe Leistung, die das Dampfgerät erzeugte, überhitzte der Akku und fing an zu entgasen. Da keine Löcher in dem Akkuträger vorhanden waren, konnte das Gas nicht ausströmen. Hätte der Ladenbesitzer einen vom Hersteller empfohlenen Akku verwendet, dann wäre das Unglück wohl nicht passiert.

Eine Vielzahl dieser Explosionen, wie im Fall von Andrew Hall aus Idaho, Anfang diesen Jahres, basieren auf der Tatsache, dass ein falscher Akku verwendet wurde, der für das jeweilige Gerät nicht vorgesehen ist.

Falsches Laden des Akkus als Hauptursache

E-Zigaretten werden meist mit einem USB-Stecker aufgeladen. Dieser wird dann entweder am Computer, oder direkt an der Steckdose angeschlossen.

Wenn dann aber das falsche Kabel benutzt wird, kann dies unter Umständen zu einem Missgeschick führen. Das Aufladen sollte immer mit dem dazugehörigen Ladekabel stattfinden, um Überhitzungen oder gar Explosionen vorzubeugen.

Hat das Kabel eine höhere Spannung, kann es leicht überhitzen. Laut der Internetseite newsbuzzters.com, ereignen sich Unfälle im Zusammenhang mit E-Zigaretten in 80 % der Fälle, durch Benutzung falscher Ladekabel.

Achten Sie daher immer sehr genau darauf, dass Sie auch wirklich die für Ihr Gerät vorgesehenen Ladekabel verwenden! Wenn Sie sich unsicher sind, informieren Sie sich im nächsten E-Zigaretten Laden, oder suchen Sie online nach entsprechender Hilfe.

Billige Plagiate locken die Käufer

Auch wenn sich ein Dampfer eine E-Zigarette im Laden kauft und diese anschließend nicht modifiziert, kann es zu Vorfällen kommen. Gerne kommen nicht handelsübliche Billigprodukte aus Dritte Welt Ländern in den Umlauf. Diese Geräte verfügen oft nicht über ausreichende Sicherheitsvorkehrungen.

Interessenten lassen sich dann gerne von dem günstigen Preis verführen und nehmen dabei die mangelnde Qualität in Kauf. Ein 20-jähriger Kölner wurde im Januar letzten Jahres genau aus diesem Grund Opfer einer eZigaretten Explosion und hat schwere gesundheitliche Schäden davongetragen. Aus den genannten Gründen können wir nur empfehlen Produkte von vertrauenswürdigen Stores sowie Herstellern zu beziehen.

Billige Plagiate zu den Original E-Zigaretten sind im Markt zu Genüge unterwegs. Achten Sie deswegen immer genau, dass die richtigen Labels und Logos der Markenhersteller auf den E-Zigaretten Ihrer Wahl vorhanden sind, bevor Sie zum Kauf übergehen!

Finger weg von Billigprodukten!

Bei so ziemlich allen Zwischenfällen, hinsichtlich Explosionen von E-Zigaretten war der verwendete Akku meist das Hauptübel.

ezigarette-explodiertIn handelsüblichen Dampfgeräten befinden sich teilweise Lithium-Ionen-Akkus. Diese sind immer geschützt, weil sie einen Überladungs- und Tiefenentladungsschutz aufweisen. Sie finden neben den E Zigaretten in vielen technischen Geräten, wie Smartphones, Tablets, Fotoapparaten oder Laptops, Anwendung. Diese Akkus sind sehr sicher und weisen hohe Sicherheitsstandards auf. Im schlimmsten Fall können sie auch bei Überhitzung ausgasen. Zu einer Explosion kann es bei diesen Akkus nie kommen.

Kleine Akkus, die in Reihe geschaltet werden, wie bei so vielen Vorfällen, können den Anforderungen eines Dampfgerätes nicht gerecht werden. Darum überhitzen sie schnell. Wenn dann noch ein Akkuträger ohne Löcher hinzukommt; erst dann kann es wirklich zu einer Explosion der E-Zigarette kommen.

Wenn Sie zu elektronischen Mini-Zigaretten greifen oder zu EGO´s, dann fliegt höchstens die untere Kappe weg, wenn der Akku überhitzt und das Gerät ist dann höchstwahrscheinlich reif für die Tonne. Sie sehen, auch hier sind Explosionen ausgeschlossen.

Nehmen Sie daher am besten immer hochwertige Akkus, die als geschützt klassifiziert sind und einen Akkuträger bzw. "Tube-Mode", der Entgasungslöcher besitzt. Im Notfall können Sie die Löcher selbst an den Akkuträgern bohren.

Besser ist es jedoch, zu einem qualitativen Produkt zu greifen als zu einem, wo Sie sich einige Euros ersparen könnten. Kaufen Sie deshalb E-Zigaretten, Liquids und Zubehör immer bei seriösen Händlern.

Nicht daran herumbasteln!

Im Vorangegangenen wurde immer wieder klar, dass die Hauptursache, dass eine eZigarette explodiert darin liegt, dass die Benutzer eigenmächtig an den Geräten herumbasteln. Wir raten Ihnen aus den genannten Gründen dringend davon ab!

Vor allem, wenn Sie nicht der absolute Technikprofi sind, sollten Sie auf keinen Fall Umbauten an ihrem Dampfgerät vornehmen. Viele Explosionen von E-Zigaretten fanden aus diesem Grund statt. Verwenden Sie nicht mehrere schwache Akkus und schalten Sie diese auf keinem Fall in Reihe. Lassen Sie das Dampfutensil immer so wie Sie es gekauft haben und fragen Sie lieber beim Hersteller oder dem Verkäufer um Rat bei Problemen.

Immer die Gebrauchsanweisung beachten!

Wenn Sie kein großes Vorwissen in der Elektrotechnik haben, dann sollten Sie immer besser den Anweisungen des Herstellers folgen. Wichtig für Sie ist, den Akku mit dem Original-Ladegerät zu laden. Ladekabel, die nicht für den Gebrauch von eZigaretten ausgelegt sind, sind dafür nicht konzipiert und sollten unter keinen Umständen verwendet werden. Ein guter Tipp zum Schluss, um Explosionen oder ähnlichen Unglücken vorzubeugen ist es außerdem die nicht direkt am Körper zu tragen. Transportieren Sie ihre elektrische Zigarette lieber in einem dafür vorgesehenen, separaten Gefäß. Gehen Sie also immer auf Nummer sicher beim E Zigaretten Kauf und halten Sie sich an die Informationen und Warnhinweise der Hersteller, dann kann Ihnen nichts passieren!